Spezial Seminar Organisation der Exportkontrolle im Unternehmen – ICP – AWA AUSTRIA

Verantwortlichkeiten, insbes. des „Verantwortlichen Beauftragten“, Genehmigungspflichten und -verfahren nach EU- und nationalem Recht

Bei Ausfuhren von in Anhang I der EG-Dual-use-VO gelisteten Dual-use-Gütern sowie von Verteidigungsgütern im Sinne von § 1 Abs. 1 Z 4 des Außenwirtschaftsgesetzes ist es stets erforderlich, Ausfuhrgenehmigungen beim Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zu beantragen. Auch sehen die wichtigsten EU-Embargobestimmungen neben Verboten mitunter auch Genehmigungspflichten vor. Exportierende Unternehmen müssen gemäß § 49 ff. AußWG geeignete organisatorische Maßnahmen treffen, um die Einhaltung der Genehmigungskriterien sicherzustellen.

Erfahrungsgemäß wird das operative Tagesgeschäft selten von einem Geschäftsführer oder dem Vorstand persönlich wahrgenommen. Dies wird oft an Mitarbeiter/-innen delegiert, die sog. Exportkontrollbeauftragten (häufig identisch mit den „Verantwortlichen Beauftragten“ gemäß § 50 f. AußWG). Diese müssen sowohl die Einhaltung von Genehmigungspflichten für bestimmte Güter als auch die Einhaltung sonstiger exportkontrollrechtlicher Beschränkungen sicherstellen, z. B. Sanktionslisten und Embargobestimmungen (u. a.  Iran, Russland, Ukraine). Dafür sind technischer Sachverstand bezüglich der zu exportierenden Güter, betriebswirtschaftliche und juristische Kenntnisse, Zoll- und EDV-Kenntnisse sowie Kenntnisse der Exportmärkte des jeweiligen Unternehmens erforderlich.
 

Ziel des Seminars

Das Seminar informiert Sie über die rechtlichen Anforderungen an die innerbetriebliche Organisation der Exportkontrolle. Der Fokus liegt dabei besonders auf der Ausgestaltung eines innerbetrieblichen Exportkontrollprogramms (ICP).

Seminarschwerpunkte

  • Organisation der Exportkontrolle im Unternehmen
  • Ausgestaltung eines innerbetrieblichen Exportkontrollprogramms (ICP)
  • Überblick über Genehmigungspflichten und Recht inklusive den Allgemeinen Genehmigungen der EU EU001 – EU006
  • Pflege und Aktualisierung des Materialstamms, Informationsbeschaffung von den Lieferanten und Behörden
  • Verantwortlichkeiten für die Einhaltung exportkontrollrechtlicher Beschränkungen im Unternehmen
  • Fachbezogene Stopp- und Weisungsbefugnis; interne Organisation
  • Update zu den EU-Embargos gegen Russland, Krim/Sewastopol und Iran
  • Update zur anstehenden Novelle der EG-Dual-use-VO

Zielgruppe

Das Seminar wendet sich an „Verantwortliche Beauftragte“, an Exportabteilungsleiter, Exportkontrollbeauftragte und -verantwortliche, die Ausfuhrverantwortlichen und deren Beauftragte im Unternehmen.

Themengebiete

  • Exportkontrolle
  • Compliance

Bewertung

4.34
(15 Bewertungen)

Teilnahmegebühr

Ab€ 690,00 zzgl. 20% MwSt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

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Termine für dieses Seminar

Graz