LKW und Flugzeug

SpezialSeminarZollabwicklung für Einkäufer in der Praxis

Bei der Abwicklung grenzüberschreitender Warenbewegungen haben Unternehmen eine Vielzahl von rechtlichen Regelungen aus dem Unionszollkodex sowie nationalen Gesetzen einzuhalten (z. B. Umsatzsteuergesetz). Insbesondere beim Import besteht das Risiko, Waren nicht oder nicht richtig anzumelden, was zu ungerechtfertigten Steuervorteilen führen kann.

Bei der Überlassung von Waren in den zollrechtlich freien Verkehr entsteht regelmäßig die Zollschuld. Eine der Bemessungsgrundlagen dabei ist der Zollwert, der in korrekter Höhe ermittelt werden muss. Werden nicht alle hinzurechnungspflichtigen Posten (Transportkosten, kostenlose Beistellungen, Lizenzgebühren etc.) beachtet, kann es zu empfindlichen Nacherhebungen durch die Zollverwaltung und darüber hinaus ggf. zur Einleitung eines Straf- oder Bußgeldverfahrens kommen. Bei der Berechnung spielen zudem die vereinbarten und angewendeten Incoterms® eine wichtige Rolle. Zusätzlich zum Regelzollsatz kann für bestimmte Waren mit Ursprung in einem bestimmten Land ein Antidumpingzoll erhoben werden. Waren mit dem günstigsten Einkaufspreis sind also nach der Zollabwicklung nicht zwangsläufig so günstig wie zunächst gedacht.

Auch nichttarifäre Handelshemmnisse können einen Import erschweren. Bevor eine Ware eingekauft wird, sollte deshalb stets geprüft werden, ob der Einfuhr in die EU Verbote und Beschränkungen entgegenstehen oder Einfuhrgenehmigungen/Einfuhrlizenzen verlangt werden. Zollpräferenzen sind ein wichtiges Instrument, um Kosten bei der Importverzollung einsparen zu können. Hier hat das Unternehmen allein durch strategische Einkaufsentscheidungen zugunsten präferenzbegünstigter Drittländer die Möglichkeit, finanzielle Ressourcen zu schonen. Während Einfuhren aus bestimmten Drittländern (z. B. USA, China, Hongkong) immer (noch) dem normalen Drittlandszollsatz unterliegen, können Waren mit Präferenzursprung in anderen Drittländern (z. B. Südkorea, Mexiko, Kanada) meist zollfrei oder begünstigt eingeführt werden. Dies bedingt allerdings die Vorlage von Präferenznachweisen, deren Beibringung bereits im Rahmen von Vertragsverhandlungen vereinbart werden sollte.

Ihr Nutzen

Das Seminar stellt Ihnen die Grundlagen des Imports in die EU vor. Der Dozent geht auf zu beachtende Besonderheiten aus Sicht der Einkaufsabteilung ein, insbesondere Verbote und Beschränkungen, Incoterms®, entstehende Einfuhrabgaben und ggf. Strafzölle, aber auch Zollerleichterungen und Zollbefreiungen, z. B. aufgrund von Präferenzmaßnahmen.

Seminarschwerpunkte

  • Zollrechtliche Grundlagen: Überblick über die Zollverfahren
  • Zollabwicklung bei der Einfuhr: ESumA, Verbringung, Gestellung, vorübergehendeVerwahrung // Stellvertretung // Überblick über das Zollanmeldeverfahren
  • Verknüpfung zwischen Zoll und Umsatzsteuer: Besteuerung grenzüberschreitender Warenverkehre // Einfuhrumsatzsteuer und Vorsteuerabzug
  • Zollwert, Zollschuld und Incoterms®: Umgang mit Antidumpingzöllen // Incoterms® und Zollwert // Grundlagen des Zollschuldrechts und der Verbote und Beschränkungen
  • Import zu Präferenzbedingungen: Grundlagen des Präferenzrechts, insbes. bei der Einfuhr

Sie können sich hier den vorläufigen Ablaufplan für das Seminar herunterladen.

Lehrmethoden und Unterrichtszeit

  • Präsentation
  • Dozenten bringen Fallbeispiele ein
  • Arbeiten mit Gesetzestexten

Das Seminar umfasst 6,5 Unterrichtsstunden.

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einkaufsabteilungen aller Wirtschaftszweige, die mit dem grenzüberschreitenden Warenverkehr beschäftigt sind und sich einen Überblick über die zollrechtlichen Importbestimmungen, deren Auswirkungen sowie mögliche Einsparungspotenziale (u.a. Präferenzen) verschaffen wollen.

Themengebiete

  • Zoll

Bewertung

Teilnahmegebühr

Ab€ 590,00zzgl. gesetzlicher USt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

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Termine für dieses Seminar

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