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ExpertSeminarExpert Warenursprung und Präferenzen

Besonderheiten und Ausnahmen des Präferenzrechts zur Zolloptimierung nutzen!

Seit dem 01.01.2017 findet in der EU das neue, durch den UZK größtenteils geregelte präferenzrechtliche Verfahren des Registrierten Ausführers (REX) Anwendung. Sowohl im CETA-Abkommen (EU und Kanada) als auch im JEFTA-Abkommen (EU und Japan) ist dieses neue Nachweisverfahren für ein bilaterales Abkommen installiert worden. Es kennzeichnet die Entwicklung moderner Freihandelsabkommen. Auch im Allgemeinen Präferenzsystem (APS) der EU sind die Nachweise grundsätzlich durch Registrierte Ausführer zu erstellen. Das bekannte Ursprungszeugnis Form A wird nach einer Übergangsphase abgeschafft. Beim APS handelt es sich um eine einseitig von der EU festgelegte Zollpräferenzmaßnahme für Waren aus begünstigten Entwicklungsländern. Das REX-System definiert neue Rechte und Pflichten für den Ausführer und den Einführer in der EU.

Planen Sie, Herstellungshandlungen zur Kostensenkung ganz oder teilweise in ein APS-Land oder die Länder des Regionalen Übereinkommens über die Pan-Europa-Mittelmeer-Präferenzursprungsregeln auszulagern? Die zahlreichen Freihandelsabkommen der EU bieten die Möglichkeit, die Einfuhrzölle ggf. bis zur Zollfreiheit zu reduzieren. Die dadurch erzielten Kostenvorteile erleichtern den Marktzugang in bestimmte Drittländer und sollten im Marketing/Vertrieb besonders berücksichtigt werden. Durch die Ausnahmen und Besonderheiten des Präferenzrechts können Produktionsschritte in Länder außerhalb der EU ausgelagert werden bei gleichzeitiger Beibehaltung der Präferenzursprungseigenschaft. Bei korrekter Anwendung des Präferenzrechts können somit die Bezugskosten bei der (Wieder-)Einfuhr in die EU reduziert werden. Auf dem Basis-Seminar bzw. vergleichbaren Vorkenntnissen aufbauend, verdeutlicht das Seminar die Besonderheiten und Ausnahmen des Präferenzrechts.
 

Ziel des Seminars

Im Seminar lernen Sie, für Ihre präferenzerheblichen Prozesse zu erkennen, wie durch optimierte Gestaltung der Details die Zollkosten gesenkt werden können.

Seminarschwerpunkte

  • Aktuelle Entwicklungen der EU-Zollpräferenzen, Ausblick auf neue Freihandelsabkommen
  • Toleranzregelungen bei der Ursprungsprüfung und -dokumentation
  • Chancen und Risiken des Regionalen Übereinkommens über Pan-Europa-Mittelmeer-Präferenzursprungsregeln (Kumulierungsmöglichkeiten durch ausgelagerte Produktionsschritte)
  • Gegenüberstellung traditionelles Freihandelsabkommen (z.B. Regionales Übereinkommen/Schweiz) und modernes Freihandelsabkommen (z.B. CETA/JEFTA)
  • Besonderheiten bei Langzeit-Lieferantenerklärungen, Auskunftsblatt INF 4
  • Besonderheiten im Warenverkehr mit der Türkei
  • Prinzipien des Präferenzrechts und Ausnahmen (Identitätsprinzip, buchmäßige Trennung, Territorialitätsprinzip, Direktbeförderungsprinzip, Nachweisprinzip)
  • Die präferenzrechtliche Behandlung von Warenzusammenstellungen
  • Grenzüberschreitende Bewilligung als Ermächtigter Ausführer; Vereinfachungen als REX 
  • Automatische Präferenzkalkulation, beispielhafte Darstellung anhand einer aktuellen Softwarelösung; Präferenzprüfung – mit IDEA (Interactive Data Extraction and Analysis)

Lehrmethoden und Unterrichtszeit

  • Dozenten-Vortrag
  • Arbeiten mit Fallbeispielen der Teilnehmenden
  • Arbeiten mit Fallbeispielen der Dozentinnen und Dozenten
  • Arbeiten mit Gesetzestexten

Das Seminar umfasst 13 Unterrichtsstunden.

Zielgruppe

Angesprochen sind Abteilungsleitende, Sachbearbeitende der Versand-, Export- und Verkaufsabteilungen und Sachbearbeitende der Einkaufsabteilungen. Zudem können sich interne Revisoren mit den Besonderheiten des Präferenzrechts befassen, um Prüfungsaktivitäten in diesem Bereich zu leisten, einschließlich der Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen. Grundkenntnisse des WuP-Rechts werden für die Seminarteilnahme vorausgesetzt.

Sonstige Hinweise

Sie können konkrete Fallbeispiele aus Ihrem Unternehmen in das Seminar einbringen. Senden Sie diese bitte bis zwei Wochen vor Seminarbeginn an: info@awa-seminare.de

Themengebiete

  • Warenursprung & Präferenzen

Bewertung

Teilnahmegebühr

Ab€ 1.090,00zzgl. 19% MwSt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

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