Spezial Seminar Zollwert

Die Ermittlung des Zollwertes bei der Einfuhr von Waren

In der Regel werden bei Wareneinfuhren Zollabgaben erhoben, deren Höhe neben der Tarifierung maßgeblich vom Zollwert der eingeführten Waren abhängt. Die Ermittlung des Zollwertes ist komplizierter als oftmals vermutet. Nicht selten kommt es zur Anmeldung zu hoher Zollwerte, weil Abzugsbeträge (z. B. Beförderungskosten in der Union, Montagekosten oder Einkaufsprovisionen), Rabatte und Skonti nicht geltend gemacht oder Erstattungsansprüche bei schadhaften Waren und Verlusten nicht wahrgenommen werden.

Andererseits wird bei Zollprüfungen aber auch häufig festgestellt, dass Zollwerte fehlerhaft ermittelt wurden, weil der Wert von Vorleistungen des Einführers (wie z. B. Werkzeug- und Entwicklungskosten), die zur Produktion der Einfuhrwaren benötigt werden, nicht oder nicht richtig berücksichtigt wurde. Gleiches gilt für weitere Kosten, die beim Einführer anfallen und im Zusammenhang mit der Herstellung und Lieferung der Waren stehen, wie z. B. Qualitätskontroll- und Analysekosten, Werbekosten, Beförderungs- und Versicherungskosten oder Lizenzgebühren. Dies kann zu nicht kalkulierten Nacherhebungen sowie Bußgeld- und Strafverfahren führen. Darüber hinaus stellt sich häufig die Frage, wie Einfuhrwaren zu bewerten sind, die nicht im Rahmen von Kaufgeschäften eingeführt werden. Hierzu zählen vor allem Entwicklungsmuster, Prototypen, Verkaufsmuster und zur Reparatur eingeführte, kostenlos gelieferte Waren.
 

Ziel des Seminars

Im Seminar lernen Sie, den Zollwert eingeführter Waren korrekt zu ermitteln und dadurch Beanstandungen bei Zollprüfungen sowie die Einleitung von Bußgeld- und Strafverfahren zu vermeiden. Außerdem erfahren Sie, wie Verträge aus zollwertrechtlicher Sicht optimal zu gestalten sind und wie Sie die zur Zollwertermittlung notwendigen Informationen aus anderen Unternehmensbereichen erkennen. Durch Ihr Wissen können Sie die Erhebung von zu hohen Einfuhrabgaben vermeiden. Das Seminar geht ausführlich auf die Änderungen/Neuerungen ein, die mit dem Unionszollkodex (UZK) beim Zollwertrecht einhergehen.

Seminarschwerpunkte

  • Systematik der Zollwertermittlung bei der Einfuhr von Waren in die EU
  • Zollwertliche Behandlung von nachträglichen Preisänderungen, Rabatten, Skonti, Beschädigungen und Fehlmengen
  • Zollwertrechtliche Behandlung von Qualitätskontroll- und Analysekosten, Werbekosten und Managementgebühren
  • Zollwertrechtliche Behandlung von Softwarekosten, Werkzeug- und Entwicklungskosten sowie Lizenzgebühren
  • Zollwertrechtliche Behandlung von Umschließungs-, Beförderungs- und Versicherungskosten
  • Vornahme von Abzügen, wie z. B. Beförderungskosten in der Union und Einkaufsprovisionen
  • Zollwertermittlung bei unentgeltlichen Lieferungen (Verkaufsmuster, Reparaturwaren, Prototypen)
  • Zollanmeldung und Zollanmelder; Vereinbarungen mit der Zollverwaltung

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Zoll, Steuern und Import sowie an Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und an Rechtsanwälte im Zollbereich.

Sonstige Hinweise

Sollte Ihr Unternehmen Waren von anderen Konzerngesellschaften beziehen, bietet sich als Ergänzung eine Teilnahme am Seminar „Bedeutung von Verrechnungspreisen bei der Zollwertermittlung“ an.

Sie können konkrete Fallbeispiele aus Ihrem Unternehmen in das Seminar einbringen. Um Ihrem Dozententeam eine optimale Vorbereitung zu ermöglichen, senden Sie diese bitte bis zwei Wochen vor Seminarbeginn an: info@awa-seminare.de

Themengebiete

  • Zoll

Bewertung

4.65
(91 Bewertungen)

Teilnahmegebühr

Ab€ 490,00 zzgl. 19% MwSt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

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