Spezial Seminar Customs-Compliance und Zollstrafrecht – Risiken für die Zollbewilligung vermeiden

Was hat sich mit dem Unionszollkodex für Customs-Compliance geändert?

In der EU werden pro Sekunde rund sechs Zollanmeldungen abgegeben. Bei über 190 Mio. Zollanmeldungen pro Jahr allein in Deutschland bleiben Fehler nicht aus. Bei Fehlern im Zollbereich kommen neben Problemen mit den Zollbewilligungen auch steuerstrafrechtliche Konsequenzen in Betracht, denn die Strafvorschriften sind mit dem Zoll- und Verbrauchsteuerrecht verknüpft. Wegen Steuerhinterziehung macht sich strafbar, wer über steuerlich erhebliche Tatsachen pflichtwidrig unvollständige oder unrichtige Angaben macht oder die Zollbehörden über solche pflichtwidrig in Unkenntnis lässt (z. B. falsche Angaben zum Zollwert oder zur Codenummer).

Neben der Bestrafung wegen Steuerhinterziehung haben daher der Widerruf oder die Ablehnung von Zollbewilligungen und Bußgeldern eine praktische Bedeutung. Für eine Zollbewilligung dürfen auch keine steuerlichen Verstöße begangen worden sein. Da der Unionszollkodex (UZK) für die Zollbewilligung ein Monitoring vorsieht, gewinnt Customs-Compliance immer mehr an Bedeutung.
 

Ziel des Seminars

Mit Artikel 42 UZK gibt es zwar zum ersten Mal eine europäische Norm für Zollsanktionen, dennoch sind zahlreiche weitere Vorschriften zu beachten. Im Rahmen der Neubewertung der alten und der Beantragung neuer Zollbewilligungen standen und stehen Zollverstöße im Fokus. Das Seminar gibt Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Folgen von Verstößen gegen Zollvorschriften, um Strafen, Bußgelder oder den Widerruf von bestehenden Zollbewilligungen bzw. die Ablehnung beantragter Zollbewilligungen zu vermeiden.

Seminarschwerpunkte

  • Grundzüge des Zollstrafrechts und der Ordnungswidrigkeiten (z. B. Stellvertretung, steuerlicher Beauftragter, Verfahrensinhaber, Ausfuhr-/ Gesamtverantwortlicher)
  • Exkurs Verbrauchsteuerstrafrecht 
  • Außenprüfung, Steueraufsicht und Kontrollmitteilungen der Finanzbehörden
  • Aufgaben und Befugnisse des Zollfahndungsdienstes sowie der Strafsachen- und Bußgeldstellen der Hauptzollämter
  • Verhältnis Steuerstraf- und Besteuerungsverfahren (tatsächliche Verständigung im Steuerstraf- und Besteuerungsverfahren, „Deal“ im Strafverfahren, Schätzung im Zollrecht)
  • Unternehmensgeldbuße, Aufsichtspflichten, Verantwortlichkeiten, Bußgeldhöhe
  • Rechtsschutz im Steuerstraf- und Besteuerungsverfahren (außergerichtliche Rechtsbehelfe, Klage und vorläufiger Rechtsschutz)
  • Vermögensabschöpfung, Entschädigung zu Gunsten des Zolls, Stilllegung des Unternehmens durch Vermögensarrest
  • Relevanz für Bewilligungen (z. B. AEO, besondere Verfahren) und Erlaubnisse (z. B. bei der Energiesteuer) der Zollverwaltung
  • Compliance, Bußgelder

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter/-innen aus Unternehmen im Bereich Zoll, Versand, Logistik; Steuerberater und Rechtsanwälte mit dem Schwerpunkt Zoll, Steuern bei Import und Export.

Themengebiete

  • Compliance
  • Zoll

Bewertung

4.27
(29 Bewertungen)

Teilnahmegebühr

Ab€ 490,00 zzgl. 19% MwSt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

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