Spezial Seminar Bedeutung von Verrechnungspreisen bei der Zollwertermittlung

Verrechnungspreise zwischen steuerlicher Gewinnabgrenzung und Zollerhebung

Konzernverrechnungspreise (Transferpreise) sind oft eine zweischneidige Angelegenheit. Für die Steuerverwaltung sind sie zum Zwecke der Besteuerung des Unternehmensgewinns von erheblicher Bedeutung. Für die Zollverwaltung bilden sie die Basis bei der Ermittlung des Zollwertes von eingeführten Waren und sind damit Grundlage für die zu erhebenden Zollabgaben. Daher prüft die Zollverwaltung, ob Verrechnungspreise zu niedrig sind, während die Steuerverwaltung ihr Augenmerk darauf richtet, ob sie zu hoch sind, da mit zu hohen Verrechnungspreisen Gewinne ins Ausland verlagert werden können. Die Ermittlung von Transferpreisen und deren zoll- sowie steuerrechtlicher Einsatz sind daher mit Risiken verbunden. Kommt die Zollverwaltung im Rahmen von Zollprüfungen zu dem Schluss, dass die Verrechnungspreise aus ihrer Sicht zu niedrig sind, oder wird festgestellt, dass nachträgliche Preisanpassungen nicht berücksichtigt wurden, kann sie die Zollbescheide bis zu drei Jahre rückwirkend berichtigen und Einfuhrabgaben nacherheben.

Allerdings besteht für den Zollbeteiligten unter Umständen auch die Möglichkeit, Erstattungen zu beantragen. In diesem Zusammenhang stellt sich insbesondere die Frage, ob Verrechnungspreisdokumentationen, anhand derer die steuerliche Angemessenheit von Preisen gegenüber der Finanzverwaltung nachgewiesen werden, auch ausreichende Nachweise für die Zollverwaltung darstellen. Die Seminarinhalte werden anhand von Beispielen aus der Praxis vermittelt.
 

Ziel des Seminars

Im Seminar lernen Sie den Zusammenhang zwischen steuerlicher und zollwertrechtlicher Behandlung von Verrechnungspreisen zu erkennen und daraus Rückschlüsse für die optimale Gestaltung von Verrechnungspreisvereinbarungen sowie für die zollwertrechtliche Behandlung von Verrechnungspreisanpassungen zu ziehen. 

Seminarschwerpunkte

  • Transferpricing aus Sicht der Zollverwaltung und der Steuerverwaltung
  • Zollwertermittlungsmethoden versus Verrechnungspreismethoden
  • Vorgehensweise der Zollverwaltung bei der Prüfung von Geschäften zwischen verbundenen Unternehmen
  • Bedeutung von Verrechnungspreisdokumentationen und Datenbankanalysen aus zollwertrechtlicher Sicht
  • Bedeutung von nachträglichen Preisanpassungen und deren zollwertrechtliche Konsequenz
  • Stand der Diskussion zum Verhältnis von „Zollwert und Verrechnungspreis“ bei der World Customs Organization (WCO)
  • Zollwertrechtliche Rückschlüsse aus der Anwendung bestimmter Verrechnungspreismethoden (insbesondere im Hinblick auf F & E Kosten und einer möglichen Preisbeeinflussung)

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Zoll und Steuern sowie an Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und an Rechtsanwälte in den Bereichen Zoll und Transferpricing.

Sonstige Hinweise

Besuchen Sie außerdem das Seminar Zollwert und erfahren Sie, wie Sie den Zollwert eingeführter Waren korrekt ermitteln und dadurch Beanstandungen bei Zollprüfungen sowie die Einleitung von Bußgeld- und Strafverfahren vermeiden können.

Sie können konkrete Fallbeispiele aus Ihrem Unternehmen in das Seminar einbringen. Um Ihrem Dozententeam eine optimale Vorbereitung zu ermöglichen, senden Sie diese bitte bis zwei Wochen vor Seminarbeginn an: info@awa-seminare.de

Themengebiete

  • Zoll

Bewertung

4.69
(47 Bewertungen)

Teilnahmegebühr

Ab€ 490,00 zzgl. 19% MwSt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

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