Spezial Seminar US-(Re-)Exportkontrollrecht kompakt – AWA AUSTRIA

US-(Re-)Exportkontrollrecht für österreichische Unternehmen: Systematik und Strategien zur Umsetzung

Die Frage, ob ein in Österreich hergestelltes Produkt Gegenstand US-amerikanischer Re-Exportkontrollen ist, betrifft viele österreichische Firmen ebenso wie die Frage, an wen bzw. wohin solche Produkte geliefert werden dürfen (z. B. Embargos und Terroristenlisten der US-Behörden). Also nimmt neben dem österreichischen und EU-Recht auch der Bereich des US-Re-Exportrechts eine herausragend wichtige Stellung bei der Lieferung von Gütern „Subject to the EAR“ ein.

Im Rahmen des Seminars werden die Rechtsgrundlagen und die zuständigen US-Behörden vorgestellt: Das Departement of Commerce (mit dem Bureau of Industry and Security - BIS), das Departement of Treasury (mit dem Office of Foreign Assets Control - OFAC) und das Departement of State (mit dem Directorate of Defense Trade Controls - DDTC). Die Einordnung eines Gutes als dem US-Außenwirtschaftsrecht unterliegend wird ebenso erläutert wie die erforderlichen „License Requirements“ sowie die wichtigsten „License Exceptions“.

Ebenso werden die Güterlisten mit ihrer Klassifizierung (CCL und ECCN/EAR 99), die zehn „General Prohibitions“ sowie länderspezifische Kontrollen des OFAC (z. B: Iran Embargo Änderungen ab Ende 2018 nach Ausstieg der USA aus dem JCPOA) vorgestellt. Hinweise auf ein „Internes Kontrollprogramm“ runden das Thema ab. Auch sind die Auswirkungen der tiefgreifenden Export Control Reform (ECR) Bestandteil des Seminars, insbesondere mit Bezug auf die neuen Grundprinzipien für militärische („specially designed“) Güter, die in der CCL List erfasst werden.
 

Ziel des Seminars

Das Seminar vermittelt Ihnen die umfangreichen US-amerikanischen Vorschriften mit extraterritorialer Wirkung auf den Außenwirtschaftsverkehr mit Dual-use-Gütern. Sie lernen, wie Sie diese in der Unternehmensstruktur berücksichtigen. Ebenso erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten US-Embargos und die US-Sanktionslisten (z. B. Terroristenlisten) und deren Wirkung auf österreichische Unternehmen.

Seminarschwerpunkte

  • Rechtliche Bestimmungen und Geltung für österreichische Firmen
  • Exporter/Re-Exporter/Transshipment
  • Items subject to EAR
  • License required? Commerce Country Chart
  • CCL – Commerce Control List/Export Control Reform (ECR) und der Aufbau der ECCN
  • Die De-minimis-Regel – Kalkulation des US Content und Secondary Incorporation rule
  • Kritische Länder/Embargos (D:1/D:5 und E:1/E:2 Staaten)
  • Genehmigungsverfahren und „License Exceptions“
  • US Black Lists // Risiken und Sanktionen im US-Exportkontrollrecht
  • Compliance Program

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter/-innen in österreichischen Unternehmen mit grenzüberschreitendem Warenverkehr, die klären und beachten müssen, welchen Einfluss US-amerikanische Vorschriften des Außenwirtschaftsrechts auf ihr Unternehmen ausüben. Wenn Sie praktische Abwicklungshinweise und Hinweise auf erforderliche Maßnahmen für ein funktionierendes „Internes Kontrollprogramm“ für Ihre tägliche Arbeit benötigen, sind Sie hier richtig!

Sonstige Hinweise

Das Seminar findet in deutscher Sprache statt, zahlreiche Rechtstexte werden wegen des originalen Wortlautes in englischer Sprache ausgegeben. Die Teilnehmer/-innen erhalten umfangreiches Dokumentationsmaterial.

Themengebiete

  • Exportkontrolle

Bewertung

4.71
(12 Bewertungen)

Teilnahmegebühr

Ab€ 690,00 zzgl. 20% MwSt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

Termine für dieses Seminar