Spezial Seminar Ausfuhrverantwortliche im Unternehmen

Exportkontrolle ist Chefsache! Verantwortung beim Export – persönliche Haftung, Risiko, Organisation

„Exportkontrolle ist Chefsache!“ – Kurz und prägnant bringt die in Deutschland geltende Regel die Haftung der Geschäftsführung für die innerbetriebliche Exportkontrolle auf den Punkt. Geschäftsführer und Vorstände haften demnach persönlich für Verstöße gegen das Außenwirtschaftsrecht, die aus organisatorischen Defiziten des Unternehmens resultieren. Diese Haftung kann nicht delegiert werden. 

Auch kleine Verstöße werden mit empfindlichen Geldbußen und in Einzelfällen mit Geld- und Freiheitsstrafen gegen die Verantwortlichen bestraft. Darüber hinaus drohen der Verlust von Exportprivilegien, existenzbedrohende Verfallsanordnungen und Genehmigungswiderrufe. Die vier Kernpflichten des Ausfuhrverantwortlichen sind die Organisations-, die Personalauswahl-, die Informations- und die Überwachungspflicht. Die Anwendung und Einhaltung sollte dokumentiert sein. Der Ausfuhrverantwortliche trägt dabei ein hohes persönliches Risiko. Bei Fehlverhalten drohen ihm Sanktionen im strafrechtlichen wie außerstrafrechtlichen Bereich. Deutsche Strafurteile aus jüngerer Zeit belegen zudem, dass Unkenntnis nicht vor Strafe schützt und die Haftung für „Compliance“ sehr weitreichend zu interpretieren ist. 

Neben der innerbetrieblichen Organisation wird im Seminar umfassend auf die Grundlagen des Exportkontrollrechts eingegangen, speziell für Führungskräfte deutscher Unternehmen („Wer muss was wann beachten?“). Wie sieht ein Standardexportkontrollprozess vom Einkauf (!) der Güter bis zum Export aus? Welche Abteilungen sind einzubeziehen, welche Prozessschritte zu definieren? Im Seminar werden die notwendigen und möglichen Organisationsstrukturen von exportierenden Unternehmen erörtert, ausgehend von den Bestimmungen des AWG, der AWV und den Regelungen der Dual-use-Verordnung.
 

Ziel des Seminars

Das Seminar verdeutlicht Ihnen die persönliche Haftung der Geschäftsführung für die innerbetriebliche Organisation der Exportkontrolle. Außerdem erhalten Sie Handlungsempfehlungen, wie Sie Risiken in der Exportkontrolle vermeiden können. Weiterhin erfahren Sie, wie die (persönliche) Enthaftung von Ausfuhrverantwortlichen aussieht. 

Seminarschwerpunkte

  • Institution und Funktion des Ausfuhrverantwortlichen
  • Welche Unternehmen benötigen einen Ausfuhrverantwortlichen?
  • Die vier Kernpflichten des Ausfuhrverantwortlichen
  • Rechtsgrundlagen und Benennung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
  • Aktuelle Fälle aus der Rechtsprechung
  • Verknüpfung von Zoll (Ausfuhr) und Exportkontrolle
  • Innerbetriebliche Organisation
  • Der Unterbau: Exportkontrollbeauftragte und Exportverantwortliche
  • Die Arbeits- und Organisationsanweisung zur Exportkontrolle
  • Privilegierte „Selbstanzeige“ im Außenwirtschaftsrecht

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Vorstände, Geschäftsführer, Exportabteilungsleiter, Exportkontrollbeauftragte und -verantwortliche sowie an die Ausfuhrverantwortlichen und deren Beauftragte in den Unternehmen. Es ist auch für Rechts- oder Unternehmensberater geeignet, die sich mit der schwierigen Rechtsmaterie befassen.

Enthaltene Literatur

Der Ausfuhrverantwortliche
Pottmeyer // Reguvis – Bundesanzeiger Verlag

shop.bundesanzeiger-verlag.de

Kooperation

Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung mit:

www.bundesanzeiger-verlag.de/aw-portal/

Themengebiete

  • Exportkontrolle
  • Compliance

Bewertung

4.45
(125 Bewertungen)

Teilnahmegebühr

Ab€ 590,00 zzgl. 19% MwSt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

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