LKW und Flugzeug

SpezialSeminarPraxis-Workshop zum Ausführerbegriff

Ausführer, Anmelder, Subunternehmer – Die Zuordnung der Beteiligten am Ausfuhrverfahren nach dem UZK

Mit der Einführung der elektronischen Anmeldeform sowie der Ausweitung und Verschärfung von exportrechtlichen Embargomaßnahmen sind zwei Rechtsbereiche in den Mittelpunkt zollamtlicher Überprüfungen gerückt, deren detaillierte Kenntnis – das zeigen zahlreiche Praxisbeispiele – für eine rechts- und systemkonforme Ausfuhranmeldung unumgänglich ist!

Das ist zum einen die korrekte Identifizierung und Darlegung der am Ausfuhrverfahren beteiligten Rechtssubjekte (Ausführer, Subunternehmer, Anmelder und Vertreter des Anmelders), zum anderen die Lokalisierung der örtlichen Ausfuhrzollstelle, die für die Abgabe der Anmeldung und damit für die Zulässigkeitsprüfung zuständig ist. Durch die Einführung des Unionszollkodex (UZK) und Änderung des Ausführerbegriffs im Jahr 2018 gibt es in diesem Bereich insbesondere für Unternehmen, die Mitgliedstaatenübergreifend tätig sind, große Unsicherheit. Anhand einer umfangreichen Sammlung von Praxisfällen auf der Grundlage der neuen zollrechtlichen Regelungen werden Lösungen erarbeitet und den bisherigen Regelungen gegenübergestellt.
 

Ziel des Seminars

Das Seminar versetzt Sie in die Lage, die zoll- und außenwirtschaftsrechtliche Ausführereigenschaft auch bei komplexen Vertragskonstellationen zuordnen zu können. Nach dem Seminarbesuch können Sie Pflichten, die aus dieser Rechtsstellung resultieren, ableiten und alle am Ausfuhrverfahren beteiligten Personen (Ausführer, Anmelder, Empfänger, Endverwender und Subunternehmer) zutreffend und rechtskonform in der Ausfuhranmeldung darstellen. Sie bearbeiten sämtliche Fallbeispiele anhand der neuen Rechtslage nach dem Unionszollkodex (UZK). Dabei werden auch umsatzsteuerrechtliche Besonderheiten intensiv beleuchtet.

Seminarschwerpunkte

  • Zutreffende Identifizierung von Ausführer, Anmelder, Subunternehmer und des Vertretungsverhältnisses – auch bei komplexen Vertragskonstellationen und länderübergreifenden rechtlichen Neuerungen aufgrund der geänderten Ausführerdefinition
  • Die Darstellung der am Ausfuhrverfahren beteiligten Rechtssubjekte in der elektronischen Ausfuhranmeldung
  • Plausibilisierung der Beteiligtenkonstellationen in ATLAS-Ausfuhr
  • Der Ausführerbegriff nach der Delegierten Verordnung zum UZK
  • Direkte und indirekte Vertretungsverhältnisse
  • Die Bedeutung des zollrechtlichen Ausfuhrverfahrens für das deutsche Umsatzsteuerrecht
  • Die Bewilligung „Zugelassener Ausführer“ bzw. „Vereinfachte Zollanmeldung“ für Ausführer und Subunternehmer
  • Zuordnung der umsatzsteuerfreien Ausfuhrlieferung in sog. Reihengeschäften
  • Guidance (Leitlinien) der Europäischen Union zum Ausführer
  • Der Ausführerbegriff nach der EG-Dual-use-VO und dem nationalen Außenwirtschaftsrecht

Lehrmethoden und Unterrichtszeit

  • Dozenten-Vortrag
  • Arbeiten mit Fallbeispielen der Teilnehmenden
  • Arbeiten mit Fallbeispielen der Dozentinnen und Dozenten

Das Seminar umfasst 6,5 Unterrichtsstunden.

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich (in erster Linie) an erfahrene Exportsachbearbeitende von ausführenden Unternehmen, Dienstleistern und Softwarehäusern, die durch die Nutzung von ATLAS-Ausfuhr intensiv mit den angesprochenen Themen zu tun haben.

Sonstige Hinweise

Sie können konkrete Fallbeispiele aus Ihrem Unternehmen in das Seminar einbringen. Um Ihrem Dozententeam eine optimale Vorbereitung zu ermöglichen, senden Sie diese bitte bis zwei Wochen vor Seminarbeginn an: info@awa-seminare.de

Themengebiete

  • Zoll
  • Exportkontrolle

Bewertung

Teilnahmegebühr

Ab€ 490,00zzgl. 19% MwSt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

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