Spezial Seminar Passive Veredelung

Grundlagen und Gestaltungsmöglichkeiten

Die fortschreitende Globalisierung der Märkte führt zu einem immer stärker werdenden und weltweiten Austausch von Waren. Im Rahmen von grenzüberschreitender Arbeitsteilung werden Waren aus der Europäischen Union zunehmend in Drittländer verbracht, dort bearbeitet und anschließend wieder in das Zollgebiet der Union eingeführt. Unionsansässige Unternehmen können durch die damit einhergehende Anpassung ihrer Lieferkette von niedrigen Lohnkosten in Drittländern profitieren.

Um den ursprünglichen Status als Unionswaren bei der Wiedereinfuhr zu berücksichtigen, sieht das Zollrecht das besondere Verfahren Veredelung – in Form der passiven Veredelung – vor. Im Rahmen der Wiedereinfuhr nach passiver Veredelung erfolgt eine Begünstigung der ausgeführten Unionswaren durch die Anwendung der „Mehrwertverzollung”. Dabei wird das Entgelt für die im Drittland erbrachte Veredelungsleistung für Zwecke der Einfuhrabgabenberechnung herangezogen und der Wert der vorübergehend ausgeführten Unionswaren außer Betracht gelassen.

Seminar stellt die gesetzlichen Regelungen der passiven Veredelung und die damit verbundenen rechtlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen für die Beteiligten anhand von Übungsbeispielen mit Musterberechnungen ausführlich vor. Dabei werden auch die zu beachtenden Vorschriften des Ausfuhrverfahrens aufgezeigt. Das erworbene Wissen hilft den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch hinsichtlich der Compliance und Optimierung ihrer existierenden oder geplanten betriebsinternen Verfahrensabläufe auf dem Gebiet der passiven Veredelung.
 

Ziel des Seminars

Das Seminar vermittelt Ihnen die wirtschaftlichen Vorteile und den Verfahrensablauf einer passiven Veredelung und einen Überblick über die zu beachtenden Vorschriften nach dem Unionszollkodex (UZK) bei der Beantragung und Durchführung der passiven Veredelung. Nach dem Seminar können Sie Verzollungen nach passiver Veredelung anhand der Mehrwertverzollung vornehmen. Außerdem lernen Sie die Besonderheiten bei Ausbesserungen in passiver Veredelung hinsichtlich der Bewilligung und Verzollung kennen.

Seminarschwerpunkte

  • Verfahren, wirtschaftliche Bedeutung und unternehmerische Gestaltungsmöglichkeiten
  • Abgrenzung zu Zollpräferenzen 
  • Beantragung und Bewilligung einschließlich Vereinfachungen
  • Überführung in das Verfahren
  • Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr nach passiver Veredelung
  • Abrechnungen mittels Mehrwertverzollung
  • Besonderheiten bei Ausbesserungen hinsichtlich Bewilligung und Verzollung
  • Standardaustausch
  • Übergangsbestimmungen vom Zollkodex (ZK) zum UZK

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Führungskräfte, die vor einer Entscheidung hinsichtlich der Einrichtung einer passiven Veredelung stehen sowie an Sachbearbeiterinnen undSachbearbeiter, die mit der Bewilligung und Durchführung von passiven Veredelungen zu tun haben. Außerdem verschafft das Seminar den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Überblick über das Verfahren.

Sonstige Hinweise

Sie können konkrete Fallbeispiele aus Ihrem Unternehmen in das Seminar einbringen. Um Ihrem Dozententeam eine optimale Vorbereitung zu ermöglichen, senden Sie diese bitte bis zwei Wochen vor Seminarbeginn an:
info@awa-seminare.de

Themengebiete

  • Zoll

Bewertung

4.37
(19 Bewertungen)

Teilnahmegebühr

Ab€ 490,00 zzgl. 19% MwSt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

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Termine für dieses Seminar

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