Spezial Seminar Umsatzsteuer und Intrastat

Innergemeinschaftliche Warenverkehre im Fokus von Statistik und Umsatzsteuer

Zweck der Intrahandelsstatistik ist die Erhebung des gegenseitigen tatsächlichen Warenverkehrs zwischen den EU-Mitgliedstaaten. In Deutschland sind nur dann Meldungen abzugeben, wenn Waren körperlich in einen anderen Mitgliedstaat versendet werden bzw. aus einem anderen Mitgliedstaat eingehen. Auskunftspflichtig ist grundsätzlich jeder Steuerpflichtige, der nach dem Umsatzsteuergesetz in Deutschland als Unternehmer registriert ist. 

Werden Gegenstände innerhalb des Europäischen Binnenmarktes geliefert, so führt der Lieferant unter dem Blickwinkel der Umsatzsteuer eine innergemeinschaftliche Lieferung aus, während der Empfänger des Gegenstandes einen innergemeinschaftlichen Erwerb bewirkt. Die Nähe von Intrastat und Umsatzsteuer führt in der Praxis dazu, dass die Regelungen des Umsatzsteuerrechts im grenzüberschreitenden Warenverkehr bei der Erfüllung der statistischen Meldepflichten herangezogen worden sind. Häufig ist die Intrastat sogar im Steuerbereich eines Unternehmens angesiedelt. Zur Erfüllung der steuerlichen und statistischen Verpflichtungen sind jedoch unterschiedliche Rechtsgrundlagen und Regelungen zu beachten. Dies gilt z. B. für Meldezeiträume, Bewertungsfragen und die besonderen Waren- und Warenbewegungen. Schwierig sind insbesondere Transaktionen mit mehr als zwei Beteiligten (Reihen- oder Dreiecksgeschäfte), die Abgrenzung von Dienstleistungen und Warenlieferungen sowie die Meldepflicht bei grenzüberschreitenden bzw. vor- oder nachgeschalteten Bearbeitungsvorgängen.
 

Ziel des Seminars

Das Spezial-Seminar verdeutlicht Ihnen, in welchen Fällen Übereinstimmungen zwischen steuerlichen und statistischen Pflichten bestehen. Zudem wird auf die Vorgänge hingewiesen, die sowohl aus steuerrechtlicher als auch aus statistischer Sicht unterschiedlich zu behandeln sind. Diese Kenntnisse sind insbesondere bei der Aufklärung von Differenzen zwischen Steuer- und Statistikdaten hilfreich, wenn es gilt, die durch das Statistische Bundesamt angemahnten Unterschiede aufzuklären.

Seminarschwerpunkte

  • Umsatzsteuer vs. Intrastat – Einführung
  • Reihen- und Dreiecksgeschäfte
  • Ein- und Ausfuhren über andere Mitgliedstaaten (Unterwegsverzollung – „Verfahren 4200“ – indirekte Ausfuhr)
  • Bewertungsfragen, Retouren und Gutschriften
  • Werklieferungen und Werkleistungen, sonstige Leistungen
  • Konsignationslager, Auslieferungslager, Zolllager, Umsatzsteuerlager
  • Warenverkehre mit besonderen Gebieten und Gebietsteilen
  • Das statistische Kontrollsystem anhand von Steuerdaten
  • Zollanmeldung als Datenquelle für die Intrastat
  • Modernisierung der Intrastat (aktueller Stand)

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter/-innen, die in ihrem Unternehmen für die Abwicklung der Intrahandelsstatistik verantwortlich sind sowie an Spediteure und Beratungsunternehmen. Das Seminar ist auch für Mitarbeiter/-innen geeignet, die mit der Erstellung von statistischen Datenerfassungsprogrammen beschäftigt sind. Grundkenntnisse der Außenhandelsstatistik werden dabei vorausgesetzt.

Sonstige Hinweise

Sie können konkrete Fallbeispiele aus Ihrem Unternehmen in das Seminar einbringen. Um Ihrem Dozententeam eine optimale Vorbereitung zu ermöglichen, senden Sie diese bitte bis zwei Wochen vor Seminarbeginn an: info@awa-seminare.de

Themengebiete

  • Umsatzsteuer
  • Zoll

Bewertung

4.36
(69 Bewertungen)

Teilnahmegebühr

Ab€ 540,00 zzgl. 19% MwSt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

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Termine für dieses Seminar

Frankfurt a.M.