LKW und Flugzeug

SeminarSpezialUmsatzsteuer und Intrastat

Innergemeinschaftliche Warenverkehre im Fokus von Statistik und Umsatzsteuer; Neue Außenhandelsstatistik-Gesetzgebung ab 1.1.2022

Zweck der Intrahandelsstatistik ist die Erhebung des gegenseitigen tatsächlichen Warenverkehrs zwischen den EU-Mitgliedstaaten. In Deutschland sind nur dann Meldungen abzugeben, wenn Waren körperlich in einen anderen Mitgliedstaat versendet werden bzw. aus einem anderen Mitgliedstaat eingehen. Auskunftspflichtig ist jeder Steuerpflichtige, der nach dem Umsatzsteuergesetz in Deutschland als Unternehmer registriert ist und die aktuellen Anmeldeschwellen überschreitet.

Werden Gegenstände innerhalb des Europäischen Binnenmarktes geliefert, so führt der Lieferant unter dem Blickwinkel der Umsatzsteuer eine innergemeinschaftliche Lieferung aus, während der Empfänger des Gegenstandes einen innergemeinschaftlichen Erwerb bewirkt.

Grundsätzlich handelt es sich um zwei unterschiedliche Rechtsgebiete. Ein Kennzeichen der Intrastat ist die enge Verbindung zur Umsatzsteuer, durch die insbesondere die Auskunftspflichtigen ermittelt und die Qualität der gesammelten Statistikdaten geprüft werden können. Die Nähe von Intrastat und Umsatzsteuer führt in der Praxis dazu, dass die Regelungen des Umsatzsteuerrechts im grenzüberschreitenden Warenverkehr zur Erstellung der statistischen Meldungen herangezogen werden. Häufig ist die Intrastat sogar im Steuerbereich eines Unternehmens angesiedelt. Zur Erfüllung der steuerlichen und statistischen Verpflichtungen sind jedoch unterschiedliche Rechtsgrundlagen und Regelungen zu beachten. Dies gilt z.B. für Melde-(Bezugs-)zeiträume, Bewertungsfragen, Korrekturen und die besonderen Waren und Warenbewegungen. Schwierig sind insbesondere Transaktionen mit mehr als zwei Beteiligten (Reihen- oder Dreiecksgeschäfte), die Abgrenzung von Dienstleistungen und Warenlieferungen sowie die Meldepflicht bei grenzüberschreitenden bzw. vor- oder nachgeschalteten Bearbeitungsvorgängen.

Ihr Nutzen

Sie erfahren, wann Übereinstimmungen zwischen steuerlichen und statistischen Pflichten bestehen und welche Vorgänge aus steuerrechtlicher/statistischer Sicht unterschiedlich zu behandeln sind. Dies ist vor allem bei der Aufklärung von durch das Statistische Bundesamt angemahnten Differenzen zwischen Steuer- und Statistikdaten hilfreich.

Sie erhalten zudem einen Überblick über die neue europäische und nationale Außenhandelsstatistik-Gesetzgebung, die zum 1.1.2022 in Kraft tritt und über die Neuregelungen im E-Commerce, die zum 1.7.2021 in Kraft getreten sind.

Seminarschwerpunkte

  • Umsatzsteuer vs. Intrastat – Einführung
  • Neue Statistikgesetzgebung 2022
    • Neue Erhebungsmerkmale,
    • Änderungen zu Codierung der Geschäftsarten
    • Auskunftspflichten
    • Datenaustausch mit Steuerbehörden, Zoll und Bundesbank
    • Besondere Waren und Warenverkehre
    • Gesetzesregelung Korrekturen und Aufbewahrungspflicht
  • Reihen- und Dreiecksgeschäfte
  • Quasi Importe und Exporte
  • Bewertungsfragen, Retouren und Gutschriften
  • Werklieferung/Werkleistung, sonstige Leistungen (USt) vs. Lohnveredelung (Intrastat)
  • Versandhandel (OSS)
  • Konsignationslager, Auslieferungslager, Zolllager, Umsatzsteuerlager
  • Das statistische Kontrollsystem anhand von Steuerdaten
  • Aktueller Stand: Mikrodatenaustausch zwischen den EU-Mitgliedstaaten

Sie können sich hier den vorläufigen Ablaufplan für das Seminar herunterladen.

Lehrmethoden und Unterrichtszeit

  • Präsentation
  • Dozenten bringen Fallbeispiele ein
  • Teilnehmer bringen Fallbeispiele ein
  • Arbeiten mit Gesetzestexten

Das Seminar umfasst 6,5 Unterrichtsstunden.

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter/-innen, die in ihrem Unternehmen für die Abwicklung der Intrahandelsstatistik verantwortlich sind sowie an Spediteure und Beratungsunternehmen. Das Seminar ist auch für Mitarbeiter/-innen geeignet, die mit der Erstellung von statistischen Datenerfassungsprogrammen beschäftigt sind. Grundkenntnisse der Außenhandelsstatistik werden dabei vorausgesetzt.

Sonstige Hinweise

Sie können konkrete Fallbeispiele aus Ihrem Unternehmen in das Seminar einbringen. Um Ihrem Dozententeam eine optimale Vorbereitung zu ermöglichen, senden Sie diese bitte bis zwei Wochen vor Seminarbeginn an: info@awa-seminare.de

Themengebiete

  • Umsatzsteuer
  • Zoll

Bewertung

Teilnahmegebühr

Ab€ 590,00 zzgl. gesetzlicher USt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

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Frankfurt a.M.