Zolllagerverfahren

Bestimmtes Zollverfahren

ist ein Verfahren, mit dem Nicht-Unionswaren unter zollamtlicher Überwachung in Zolllagern gelagert und nach der Lagerung wieder aus dem Unionsgebiet ausgeführt (Transitlagerung) bzw. so lange auf Vorrat gelagert werden, bis sie in ein anderes Zollverfahren (mit etwaiger Einfuhrabgabenerhebung) übergeführt werden (sog. Kreditlagerung). Im Zolllagerverfahren entstehen keine Einfuhrabgaben. Im Rahmen einer Ausfuhrlagerung können die Waren sogar mit dem Ziel der Beendigung eines vorangegangenen Zollverfahrens in das Zolllager übergeführt werden. Diese Möglichkeit wird insbesondere für Waren aus der beendeten aktiven Veredelung genutzt. Bei der Ausfuhrlagerung ist die spätere Überführung der Ware in den freien Verkehr nicht ausgeschlossen, wenn trotz vorheriger Überführung der Ware in das Zolllager ordnungsgemäß Einfuhrabgaben gezahlt werden.

Zurück