Zollwertrecht – AWA SUISSE

Die Ermittlung des Zollwertes bei der Einfuhr von Waren in die EU

Bei der Einfuhr von Waren in die EU sind in der Regel Einfuhrabgaben (Zölle und EUSt) zu erheben. Zoll- und EUSt-Schuldner ist der Anmelder und – bei der indirekten Vertretung – auch die Person, in deren Auftrag die Zollanmeldung abgegeben wird. Im Grenzgebiet zur Schweiz können auch Schweizer Unternehmen selbst als Anmelder auftreten. Von dieser Möglichkeit machen oftmals Schweizer Prinzipalgesellschaften Gebrauch. Die Höhe der Einfuhrabgaben hängt neben der Tarifierung massgeblich vom Zollwert der in die EU eingeführten Waren ab. Oft kommt es zur Anmeldung zu hoher Zollwerte, weil Abzugsbeträge, Rabatte und Skonti nicht geltend gemacht und Erstattungsansprüche bei schadhaften Waren und Verlusten nicht wahrgenommen werden.

Andererseits wird bei Zollprüfungen aber auch häufig festgestellt, dass Zollwerte fehlerhaft ermittelt wurden, weil der Wert von Vorleistungen (wie z. B. Werkzeug- und Entwicklungskosten) oder andere Kosten, die im Zusammenhang mit der Herstellung und Lieferung der Waren stehen, wie z. B. Qualitätskontroll- und Analysekosten, Werbekosten, Beförderungs- und Versicherungskosten oder Lizenzgebühren, nicht oder nicht richtig berücksichtigt werden. Dies kann zu nicht kalkulierten Nacherhebungen sowie Bussgeld- und Strafverfahren führen. Daneben sind bei Kaufgeschäften zwischen miteinander verbundenen Unternehmen und bei Lieferungen im Rahmen von Prinzipalstrukturen bestimmte Besonderheiten zu beachten.
 

Ziel des Seminars

Im Seminar lernen Sie, den Zollwert eingeführter Waren korrekt zu ermitteln und dadurch Beanstandungen bei Zollprüfungen sowie die Einleitung von Bussgeld- und Strafverfahren zu vermeiden. Ausserdem erfahren Sie, wie Verträge aus zollwertrechtlicher Sicht optimal zu gestalten sind und wie Sie die zur Zollwertermittlung notwendigen Informationen aus anderen Unternehmensbereichen erkennen. Durch Ihr Wissen können Sie die Erhebung von zu hohen Einfuhrabgaben vermeiden.

Seminarschwerpunkte

  • Einfuhr von Waren durch Schweizer Unternehmen in die EU; Systematik der Zollwertermittlung in der EU
  • Zollwertermittlung bei Lieferungen im Rahmen von Prinzipalstrukturen und bei Lieferungen zwischen verbundenen Unternehmen
  • Zollwertrechtliche Behandlung von Softwarekosten, nachträglichen Preisänderungen sowie Qualitätskontroll- und Analysekosten
  • Zollwertrechtliche Behandlung von Rabatten, Skonti, Fehlmengen, Beschädigungen und schadhaften Waren // Werkzeug- und Entwicklungskosten // Lizenzgebühren // Umschliessungskosten // Beförderungs- und Versicherungskosten
  • Vornahme von Abzügen wie Beförderungskosten in der Union, Montagekosten und Einkaufsprovisionen
  • Zollanmeldung und Zollanmelder; Vereinbarungen mit der Zollverwaltung
  • Änderungen/Neuerungen im Zollwertrecht durch den UZK, insbesondere im Hinblick auf das massgebende Kaufgeschäft und bei Lizenzgebühren

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Zoll, Steuern und Import sowie an Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und an Rechtsanwälte im Arbeitsbereich Transferpricing.

Themengebiete

  • Zoll

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Teilnahmegebühr

AbSFr. 680.00

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

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