Spezial Seminar Technologie und Technologietransfer in der Exportkontrolle

Ermittlung von Technologie im Sinne der Ausfuhrliste(n); Arten der Ausfuhr und Abgrenzung zu technischer Unterstützung anhand von Praxisfällen

Im Zeitalter der Digitalisierung können Informationsflüsse, die sensible Technologie enthalten, zur Herstellung einer unbegrenzten Menge von Gütern genutzt werden, die selbst der Exportkontrolle unterliegen. Industrie 4.0 setzt wie selbstverständlich die globale Verfügbarkeit voraus, z. B. von Herstellungstechnologie. Allerdings gilt es, als Unternehmen im Sinne des Exportkontrollrechts sensible Technologie zu identifizieren, zu klassifizieren und im Lichte des Exportkontrollrechts in Fällen der Bereitstellung, Weitergabe oder des Versandes genehmigungsrechtlich korrekt zu behandeln. Daher ist es essenziell zu ermitteln, ob Technologie zur Entwicklung, Herstellung oder Verwendung von Gütern unverzichtbar ist; ob diese „gelistet“ sind und ob die Weitergabe von Technologie in mündlicher, fernmündlicher oder auch elektronischer Form bei einer Ausfuhr vorliegt. 

Das bedeutet, auch unterscheiden zu können, welche Form und Art des Technologietransfers vorliegt und den Technologietransfer angemessen in unternehmensinternen Compliance-Programmen zu berücksichtigen. Verstöße können als „nicht genehmigte Ausfuhren“ nach dem Außenwirtschaftsgesetz bußgeld- oder strafbewehrt sein. Daher ist eine ausführliche Prüfung der eingesetzten Technologie unabdingbar (Klassifizierung). Begrenzte Ausnahmen zum Umgang mit Technologie durch die Allgemeine Technologie Anmerkung (ATA) und Technologieanmerkungen stehen zur Verfügung – jedoch nur begrenzt.
 

Ziel des Seminars

Sie lernen die Technologiearten zur „Entwicklung“, „Herstellung“ und „Verwendung“ kennen, die in Bezug auf die Ausfuhrliste und die EU-Dual-use-VO nach der ATA als von dieser erfasst gelten. Außerdem vermittelt Ihnen unser Dozententeam, wann eine Ausfuhr/Verbringung von Technologie vorliegt und wann eine technische Unterstützung. Des Weiteren erhalten Sie Tipps zur Umsetzung der innerbetrieblichen Technologiekontrolle. 

Seminarschwerpunkte

  • Allgemeine Einführung
  • Besonderheiten von Technologien in der Exportkontrolle, inkl. Genehmigungspflichten und Verboten (Embargos)
  • Exportkontrollrelevante Technologie – Begriff; Unterschiede; ATA/NTA/ASA/AAI
  • Erfassung von Technologie in Teil I Abschnitt A der Ausfuhrliste (0022)
  • Erfassung von Technologien in Anhang I EG-Dual-use-VO und Teil I Abschnitt B der deutschen Ausfuhrliste
  • Weitergabe und Ausfuhr von Technologie (Bereitstellen, Download, Mitnahme)
  • Technische Unterstützung in den Fallgruppen der §§ 49 ff. AWV
  • Genehmigungsverfahren in Bezug auf Technologie
  • Empfehlungen zur Umsetzung im Unternehmen (Merkblatt für Auslandsdienstreisen)

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Exportkontrollverantwortliche, die Technologiekontrolle von der Klassifizierung bis zur Ausfuhrkontrolle im Unternehmen organisieren müssen. 

Sonstige Hinweise

Das Seminar setzt Grundkenntnisse der Exportkontrolle auf dem Niveau der AWA Seminare „Basis Exportkontrolle“ oder „Grundlagen Exportkontrolle“ voraus oder eine vergleichbare Vorbildung. 

Themengebiete

  • Exportkontrolle

Bewertung

4.46
(67 Bewertungen)

Teilnahmegebühr

Ab€ 690,00 zzgl. 19% MwSt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

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