Basis Seminar Innergemeinschaftliche Lieferung und Verfahren 42 – AWA AUSTRIA

Folgt der Einfuhr von Waren aus einem Drittland (z. B. USA , China oder Schweiz) in die EU unmittelbar eine innergemeinschaftliche Lieferung oder eine Versendung in einen anderen EU-Mitgliedstaat, kann die Zahlung der Einfuhrumsatzsteuer durch die sogenannte EU-Verzollung (Verfahren 42) vermieden werden. Bei einer Einfuhr in Österreich wird dies durch die Anwendung der Einfuhrumsatzsteuerbefreiung des Art. 6 Abs 3 US tG sichergestellt. Für die Einfuhrumsatzsteuerbefreiung muss der Schuldner mit der Zollanmeldung und unter Angabe des Verfahrenscodes 42 einen Antrag stellen. Dafür muss der Schuldner der Einfuhrumsatzsteuer im Rahmen der Zollanmeldung bei der Einfuhr der Waren in Österreich entweder seine österreichische UID angeben oder, sofern er Ausländer ist, die österreichische UID seines Fiskalvertreters. Zusätzlich vermerken muss er die im anderen Mitgliedstaat erteilte UID des Abnehmers sowie den Nachweis erbringen, dass die Gegenstände zur Beförderung oder Versendung in das übrige Gemeinschaftsgebiet bestimmt sind. Ist der Versender bzw. Empfänger in Österreich nicht steuerlich registriert, muss er dort einen Fiskalvertreter einschalten. Dieser wickelt die Verzollung der Waren unter Nutzung seiner gesonderten UID ab, ohne dass Einfuhrumsatzsteuer erhoben wird. Im Bestimmungsland führt der Importeur die Umsatzsteuer dann im Zuge der Erwerbsbesteuerung ab. Die Gegenstände erreichen so nicht nur schnell, sondern auch kostengünstig und liquiditätssteigernd ihren Bestimmungsort.

Ziel des Seminars

Im Seminar „Innergemeinschaftliche Lieferung und Verfahren 42“ erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Überblick über die grundsätzlichen Fragen rund um das Verfahren 42 und die Fiskalvertretung. Schwerpunktmäßig besprochen werden die Vorteile und Risiken des Verfahrens 42 sowie mögliche Fallvarianten.

Seminarschwerpunkte

  • Grundlagen des Zollrechts und des (Einfuhr)Umsatzsteuerrechts
    • Vorgaben des UZK und der dazu ergangenen Verordnungen
    • Vorgaben der Mehrwertsteuersystemrichtlinie 2006/112/EG
    • Vorgaben des US tG 1994
    • Vorgaben der US tR 2000
  • Voraussetzungen einer steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferung und einer
    steuerfreien innergemeinschaftlichen Verbringung
    • Voraussetzungen der MwStSystRL und des UStG 1994
    • Aktuelle Rechtsprechung (EuGH, VwGH, BFH, BFG)
  • Erklärungs- und Nachweispflichten
    • Beförderungs- oder Versendungsnachweis; Buchnachweis; Nachweispflichten
    • Aktuelle Rechtsprechung (EuGH, VwGH, BFH, BFG)
  • Die Rolle des Fiskalvertreters im Verfahren 42
  • Verfahren 42 und Risikoindikatoren für Betrugsszenarien für Spediteure
    (BMF-Infoblatt)

Zielgruppe

Angesprochen sind Unternehmen, die innergemeinschaftliche Lieferungen nach Überlassung von Gegenständen zum zollrechtlich freien Verkehr in Österreich durchführen möchten. Das Seminar richtet sich außerdem an Handels- und Industrieunternehmen sowie Dienstleister, die Unternehmen im Rahmen einer Fiskalvertretung in Österreich vertreten möchten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Möglichkeit, zu diesem Seminar einzelne Fragen bis spätestens zwei Wochen vor Seminarstart einzureichen.

Themengebiete

  • Umsatzsteuer

Bewertung

0.00
(0 Bewertungen)

Teilnahmegebühr

Ab€ 590,00 zzgl. 20% MwSt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

Termine für dieses Seminar