Basis Seminar Basis Warenursprung und Präferenzen – AWA AUSTRIA

Zollpräferenzen als Kostenvorteile nutzen

Zollpräferenzen sind wichtige Instrumente zur Exportförderung. Aufgrund von Abkommen der Europäischen Union mit Ländern unterschiedlicher Präferenzzonen wie Paneuropa-Mittelmeer (Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein, Türkei, Marokko, Tunesien, Israel, Ägypten), den Westbalkanländern (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Serbien, Mazedonien, Kosovo), der „Regionalen Konvention“, aber auch Südafrika, Mexiko, Chile, Südkorea und Kanada sowie mit vielen anderen Vertragsparteien, können Waren mit Präferenzursprung der Europäischen Union zollbegünstigt oder sogar zollfrei in diese Länder eingeführt werden. Beim Export von Waren dürfen Präferenznachweise erst erstellt werden, wenn die Ursprungsregeln nachprüfbar erfüllt sind. Diese warenspezifischen, teilweise umfangreichen Regeln, sind vor der Ausstellung dieser Nachweise zu prüfen und revisionssicher zu dokumentieren.

Beim Import aus diesen Ländern gewährt die EU weitgehend eine Zollfreiheit. Ebenso können Ursprungswaren aus Entwicklungsländern unter Beachtung der Zollpräferenzregeln zollermäßigt oder sogar zollfrei in die EU eingeführt werden. Dazu müssen die erforderlichen Präferenznachweise (z. B. Warenverkehrsbescheinigung EUR. 1 oder EUR-MED, Ursprungserklärung auf der Rechnung, Ursprungszeugnis nach Formblatt A oder Erklärung zum Ursprung, Warenverkehrsbescheinigung A.TR.) zunächst durch den Beteiligten selbst geprüft werden und dann zur Prüfung durch die Zollbehörden im Rahmen der Import-Abfertigung und etwaigen nachträglichen Kontrollen bereitgehalten werden.
 

Ziel des Seminars

Das Seminar macht Sie in zahlreichen Übungen mit den Grundsätzen und der praktischen Handhabung des Präferenzursprungsrechts vertraut.

Seminarschwerpunkte

  • Grundlagen des Ursprungs- und Präferenzrechts der Europäischen Union
  • Nichtpräferenzieller und präferenzieller Ursprung, Herkunftsangaben „Made in…“
  • Systematisierung der nichtpräferenziellen Ursprungsregeln
  • Überblick über alle Zollpräferenzabkommen der Europäischen Union und den unterschiedlichen Präferenz-(Kumulierungs)-Zonen
  • Systematik der Ursprungsregeln, dargestellt anhand des Ursprungsprotokolls zum Freihandelsabkommen zwischen der Gemeinschaft und der Schweiz (ursprungsbegründendes Be- oder Verarbeiten, Minimalbehandlungen, Toleranzen)
  • Praktische Beispiele zu den unterschiedlichen Ursprungsregeln
  • Der Weg zum richtigen Präferenznachweis für den Export (zuständige Stelle, Antragsverfahren, Antragsunterlagen), Hinweise auf Vereinfachungen (Ermächtigter Ausführer)
  • System des Registrierten Ausführers (REX) im und außerhalb des Allgemeinen Präferenzsystems
  • Nachträgliche Prüfung der Präferenznachweise durch die Zollbehörden
  • Lieferantenerklärungen auf der Grundlage der Zollkodex-Durchführungsverordnung und deren Überprüfung mittels Auskunftsblatt INF 4

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Abteilungsleiter und Sachbearbeiter außenhandelsorientierter Unternehmen, die für die Erstellung von Warenverkehrsbescheinigungen EUR.1, EUR-MED oder A.TR. sowie Ursprungserklärungen auf der Rechnung und Lieferantenerklärungen verantwortlich sind bzw. in Zukunft dafür verantwortlich sein werden und keine oder nur geringe Vorkenntnisse haben.

Sonstige Hinweise

Sie können konkrete Fallbeispiele aus Ihrem Unternehmen in das Seminar einbringen. Um Ihrem Dozententeam eine optimale Vorbereitung zu ermöglichen, senden Sie diese bitte bis zwei Wochen vor Seminarbeginn an: info@awa-seminare.at

Themengebiete

  • Warenursprung & Präferenzen

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Teilnahmegebühr

Ab€ 590,00 zzgl. 20% MwSt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

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