AWA nach DIN ISO 29990:2010 zertifiziert
TÜV Nord bescheinigt AWA hohe Qualität

(Münster) Die AWA stellte sich den strengen Anforderungen der DIN ISO 29990:2010, einem Qualitätsmanagementsystem für die Aus- und Weiterbildung, das den Schwerpunkt auf den Lernprozess und seine Verbesserung legt. Nach mehrmonatiger Vorbereitung wurde die AWA AUSSENWIRTSCHAFTS-AKADEMIE GmbH jetzt offiziell zertifiziert und belegt damit, dass sie die eigenen Zielsetzungen, die Ansprüche der Kunden und die rechtlichen Anforderungen sicherstellt. Die AWA ist der einzige Seminaranbieter im Bereich Zoll und Außenhandel, der nach der DIN ISO 29990:2010 zertifiziert ist.

Zollrecht: Unionszollkodex fordert von AEO „praktische oder berufliche Befähigung“

Mit der ISO-Zertifizierung verfügt die AWA über eine Grundlage, um die EU-Anerkennung im „EU Kompetenzrahmen für den Zoll“ zu erzielen. Durch die euro­päische Anerkennung möchte die AWA ihren Kunden Angebote ermöglichen, die der neue Unionszollkodex (UZK) seit dem 1. Mai 2016 von Wirtschaftsbeteiligten fordert.
Der UZK sieht vor, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Unternehmen, die Authorised Economic Operator/AEO sind, einen Nachweis über ihre „praktische oder berufliche Befähigung“ im Zollrecht erbringen müssen. Laut Gesetzgebung ist dafür entweder ein Nachweis über drei Jahre praktische Erfahrung im Zoll­bereich notwendig oder ein entsprechend erfolgreich abgeschlossener Lehrgang bei einem zertifizierten Bildungsträger. Ziel des EU-Kompetenzrahmens ist die Harmonisierung des Zollbetriebs, verbesserte Leistungsstandards und eine flexible Anwendbarkeit. Der Unions­zollkodex ist im EU-Kompetenzrahmen abge­bildet.

Der „EU-Kompetenzrahmen Zoll“ richtet sich an die öffentliche Verwaltung und private Unternehmen sowie an Fachleute und Anbieter qualifizierter Weiterbildungen, die ihre Lern- und Fortbildungsprogramme an die für die gesamte EU vereinbarten Kompetenz­anforderungen anpassen.

Welche Vorteile bringt die DIN ISO 29990:2010 den Kunden?

Matthias Merz, Geschäftsführer der AWA, über den Hintergrund der angestrebten Zertifizierung:  „Wir bieten mittlerweile mehr als 70 verschiedene Seminar­themen aus dem Zoll-, Steuer- und Außenwirtschaftsbereich an. Mit steigender Tendenz finden derzeit mehr als 400 AWA Seminare im Jahr statt. Das sind neben freien Seminaren auch Inhouse Trainings bei Kunden und zunehmend E-Learning-Angebote wie Webinare und Fernlehrgänge, die jeweils unter­schied­liche Anforderungen an den Schulungsinhalt und die Tagungstechnik stellen.
Die AWA hat einen hohen Qualitätsanspruch, den wir auch nach außen kommunizieren möchten. Unternehmen vertrauen uns als Schulungsanbieter, wenn sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Seminaren senden. Durch die Zertifizierung garantieren wir gegenüber dem Kunden eine gleichbleibend gute Dienst­lei­stung und das permanente Streben nach Verbesserung. Darüber hinaus konnten wir unsere strategischen und operativen Geschäftsabläufe optimieren, wo­durch die Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer ebenfalls profitieren. Qualitätsmanagement-Beauftragte in den Unternehmen können durch Beauf­tragung eines zertifizierten Schulungsanbieters sicher sein, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die hohe Qualität in den Schulungen genießen, die ein Quali­tätsmanagement-System fordert.

„Wir wollten kein Dokumenten-Monster erschaffen.“

Um die Anforderungen der ISO zu erfüllen, wählte das Team der AWA ein besonderes Vorgehen: Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin wurde von Beginn an in die Vorbereitungen eingebunden und einer oder mehreren „ISO-Gruppen“ zugeteilt. Die Besetzung der einzelnen Gruppen erfolgte unabhängig davon, ob die Mitglieder in der Praxis auch im jeweiligen Arbeitsbereich tätig sind. Zum Beispiel kamen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Marketing in Gruppen zum Einsatz, die sich mit der Seminar-Evaluation beschäftigten. Dadurch wurde nicht nur eine breite Akzeptanz innerhalb der Außenwirtschafts-Akademie für die DIN ISO 29990:2010 geschaffen, sondern außerdem sichergestellt, dass die im Zuge dessen erstellten Leitfäden und Prozesse im Alltag angewendet werden können.

Weitere Informationen unter:

Pressemitteilung vom 22. März 2016