Spezial Seminar Lieferantenmanagement

Anforderung zoll- und außenwirtschaftsrechtlich relevanter Daten von Lieferanten

Immer mehr Unternehmen werden von ihren Kunden dazu aufgefordert, zusätzlich zu einer qualitativ hochwertigen Ware auch qualitativ hochwertige Stammdaten zu dieser Ware zu übermitteln. Oft wird eine solche Anforderung bereits im Zuge der Auftragsanbahnung explizit im Einkaufsvertrag vereinbart oder aber lediglich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen „versteckt“. Bei der Anforderung dieser Daten wird häufig Bezug auf die unterschiedlichsten Rechtsgrundlagen im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht genommen. Außerdem wird auf die Mitwirkungspflicht der Lieferanten hingewiesen. Aber besteht tatsächlich seitens des Lieferanten eine gesetzliche Pflicht zur Übermittlung dieser teilweise sensiblen Daten und wenn ja – bei welchen? Die angeforderten Daten zu ermitteln, erfordert häufig tiefgehende zoll-, außenwirtschaftsrechtliche, aber auch produktspezifische Kenntnisse. Um überhaupt eine Aussage zu den verschiedenen Daten tätigen zu können, bedarf es im Regelfall genauso umfangreicher Angaben seitens des eigenen Vorlieferanten. Viel liegt im zivilrechtlichen Verhandlungsgeschick der Parteien. Sofern man nun also ermittelt hat, welche Daten in welcher Form und zu welchem Zeitpunkt vorhanden sein müssen, stellt sich immer noch die Frage, wie eine vertragliche Vereinbarung dahingehend aussehen kann. Im Seminar wird daher auch ein Einblick gegeben, worauf bei Formulierungen in Verträgen zu achten ist, welche Klauseln ggf. nicht statthaft sind und welche Rechtsfolgen die Nicht- oder Falschübermittlung von Daten haben kann.
 

Ziel des Seminars

Das Seminar gibt Ihnen einen Überblick, welche Daten im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht häufig angefordert werden und welcher rechtliche Hintergrund für die Ermittlung dieser Daten notwendig ist. Das Dozententeam vermittelt Ihnen, welche Pflichten zur Übermittlung dieser Daten bestehen und wie vertraglich dafür Sorge getragen werden kann, notwendige Daten von den eigenen Vorlieferanten zu erhalten.

Seminarschwerpunkte

  • Zoll- und außenwirtschaftsrechtlich relevante Stammdaten und die rechtliche/vertragliche Pflicht zur Übermittlung
  • Zolltarifrecht: Was steckt hinter der Zolltarifnummer und wie wird sie ermittelt?
  • Grundzüge des Warenursprungs- und Präferenzrechts
  • AEO und die Anforderung von Sicherheitserklärungen
  • Grundzüge des Exportkontrollrechts: Ermittlung der Ausfuhrlistenposition bzw. Umgang mit den Anhängen der Dual-use-VO
  • Umgang mit Embargoverordnungen
  • Möglichkeiten zur verbindlichen Anforderung von zoll- und außenwirtschaftsrechtlich relevanten Stammdaten und Folgen bei Übermittlung
  • Unrichtige Daten // Vertragsklauseln // AGB // Checklisten // Fragebögen
  • Haftung bei der Angabe/dem Verwenden fehlerhafter Daten

Zielgruppe

Angesprochen sind Rechtsabteilungen, die mit der Formulierung von Verträgen betraut sind, sowie Mitarbeiter/-innen der Einkaufs-, Vertriebs- und Versandabteilungen, die mit den Anforderungen der Kunden bzw. den Anforderungen an die Lieferanten zu tun haben. Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

Sonstige Hinweise

Sie können konkrete Fallbeispiele aus Ihrem Unternehmen in das Seminar einbringen. Um Ihrem Dozententeam eine optimale Vorbereitung zu ermöglichen, senden Sie diese bitte bis zwei Wochen vor Seminarbeginn an: info@awa-seminare.de 

Themengebiete

  • Zoll
  • Warenursprung & Präferenzen
  • Exportkontrolle

Bewertung

4.34
(63 Bewertungen)

Teilnahmegebühr

Ab€ 540,00 zzgl. 19% MwSt.

darin enthalten:

  • umfangreiche Seminarunterlagen
  • Erfrischungsgetränke und Pausenverpflegung
  • Mittagessen
  • AWA Zertifikat

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